Achtsamkeit

 

„Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde“ (Apostelgeschichte 20, 28)

 

 

neben der Erdgeschosswohnung – in der ich vor einiger Zeit zu Besuch war – genau vor Küche und Badezimmer verläuft ein schmaler Weg, der den Hausbewohnern als direkter Zugang zu den Haustüren dienen soll. Dieser Weg wird allerdings auch von vielen anderen Menschen als Abkürzung genutzt. Die Dame des Hauses findet das nicht gut und fühlt sich davon gestört. Wir haben einen Ausflug mit dem Bus in die Stadt gemacht und waren auf dem Heimweg, als sich eine Situation ereignete, die mich veranlasst hat, über das Thema Achtsamkeit nachzudenken.
Wir bogen in einen schmalen Weg ein, der zwischen einem Haus und einer Gartenanlage durchführte, also in genau so einen schmalen Zugangsweg zu Haustüren. Als ich das ansprach wurde mir mitgeteilt, dass das ja eine Abkürzung ist, das damit sich die Hausbewohner gestört fühlen könnten war überhaupt kein Thema.

 

 

Achtsamkeit – für uns und unsere eigenen Bedürfnisse,
das habe ich gelernt und achte darauf mein Leben nach meinen Vorstellungen zu leben


Achtsamkeit – für die Erde
auch darauf achte ich, bleibe im Wald auf den Wegen und vermeide Verschwendung

 

Achtsamkeit – für die Menschen in unserer Umgebung
die oben geschilderte Situation zeigt mir, dass ich gerne vergessen, dass auch die Menschen um mich herum Bedürfnisse haben, und für mich nur im gemeinsamen aufeinander achten ein harmonisches Zusammenleben entsteht.

 

 

Das größte Geschenk der Achtsamkeitspraxis besteht darin, dass sie mir in jedem Moment ermöglicht, mein Leben zu ändern, indem ich meine Geisteshaltung ändere. (Doris Kirch)

 

Achtsamkeit, wo fehlt sie uns? Eine Möglichkeit das zu erfahren ist, den eigenen Schutzengel zu bitten, dass er uns Situationen aufzeigt – in der Meditation oder im Alltag – in denen wir noch achtsamer sein können.

 

Gelebte Achtsamkeit kann auf unser Umfeld abfärben und somit das Zusammenleben harmonischer gestalten. Das habe ich vor einigen Jahren erlebt: ich habe in einem Einfamilienhaus im ausgebauten Dachgeschoss gewohnt. Die Eigentümer und ihre erwachsenen Kinder haben die Haustüre immer zufallen lassen – was laut knallte. Ich habe die Türe immer in die Hand genommen und leise zu gemacht. Der Eigentümer hat mir in einem Gespräch erzählt, dass er aufgrund meines Verhaltens über das eigene Verhalten nachgedacht hat – das Türknallen hatte da schon abgenommen.

 

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